Uma Thurman

PacificCoastNews.com

Hier handelte es sich um eine gefährliche Liebschaft, die Uma Thurman sicherlich gerne vermieden hätte.

Die nervös wirkende Schauspielerin erschien Donnerstagmorgen vor Gericht in Lower Manhattan, um einen Fan zu konfrontieren, der in der Vergangenheit als psychisch krank galt und beschuldigt wurde, ihr nachgestellt und sie belästigt zu haben.

Die Schauspielerin von Kill Bill betrat in Begleitung von Polizeibeamten das Gerichtsgebäude und ignorierte den Schwarm von Reportern und Paparazzi, der ihr folgte.

Thurman trat gegen den 37-jährigen, aus Maryland stammenden Jack Jordan in den  Zeugenstand, der im Oktober vor ihrem Apartment in Greenwich Village wegen Stalking und Nötigung verhaftet wurde.

Die 38-jährige Schauspielerin, deren Stimme einem Flüstern nahe kam, vermied jeglichen Augenkontakt mit Jordan, der ganz ruhig da saß und sein Kinn mit seinen Händen abstützte.

 

Thurman, die müde und sehr blass erschien und auch kein Make-up trug, brach kurz nach Betreten des Zeugenstandes in Tränen aus, als sie darüber sprach, wie sie um ihre eigene Sicherheit und die ihrer Familie bangte.

Sie sprach darüber, wie ihre Besorgnis sich verschlimmerte, als Jordan begann, sie mit unheimlichen Emails und Briefen zu bombardieren, in denen er ihr seine ewige Liebe gestand und sogar drohte, sich umzubringen, sollte sie sich mit einem anderen Mann treffen.

Thurman erinnerte sich daran, wie sie zum ersten Mal Bekanntschaft mit einem Stalker machte. Als sie 17 war, schickte ein Mann namens Anthony ihr Blumen und rief ständig in ihrem Elternhaus an. Nachdem sie seine Anträge nicht erwiderte, schickte er ihr ein Päckchen, in dem sich eine Rasierklinge befand.

Thurmans Hände zitterten, als sie eine Postkarte von Jordan, auf der das Empire State Building abgelichtet war, vorlas.

Sie erzählte auch, dass ihr „schlecht“ wurde und sie „ausflippte“, als Jordan während der Dreharbeiten zu Die Super-Ex am Filmset in Manhattan versuchte, in ihren Wohnwagen einzubrechen.

Die schlimmste Konfrontation mit Jordan hätte laut Thurman am 8. November 2005 stattgefunden, als sie nachts vom Filmset zu ihrem Wohnwagen zurückkehrte und einen Mann entdeckte, der sich um ihren Wohnwagen rumdrückte und ihr durch einen Assistenten eine Karte überreichen ließ.

„Sie sah merkwürdig aus, und ich bemerkte darauf gekritzelte  Worten wie ‚Schokoladenmund’, ‚zärtliches Küssen’, ‚meine Hände berühren deinen Körper’. Als ich das las, flippte ich total aus und dachte nur“ ’Oh mein Gott’. Es war wie in einem Alptraum“, sagte Thurman vor Gericht aus.

Auf einer der Zeichnungen war angeblich eine Braut mit abgehacktem Kopf zu sehen und ein Strichmännchen neben einer Rasierklinge, von der aus ein Pfeil, auf ein offenes Grab und einen Grabstein mit der Inschrift „Ruhe in Frieden“, verwies.

„Ich war total verstört. Ich wusste nicht, was ich davon halten sollte“, fuhr sie mit ihrer Aussage fort. „Als ich einmal den Wohnwagen verlassen musste, haben sie mich von der Tür des Wohnwagens aus direkt in ein Auto verfrachtet. Ich habe nie den Hauptausgang genommen.“

Der Vorfall habe ihre Dreharbeiten derart beeinträchtigt, dass Ivan Reitman sogar anbot, diese für den damaligen Tag zu beenden, damit sie so schnell wie möglich in Sicherheit gebracht werden konnte.

Auch sei sie beunruhigt gewesen, als er ihren Bruder und ihre Eltern kontaktierte. Bevor die Staatsanwaltschaft Thurmans Befragung beendete, las diese noch eine Email vor, die Jordan an ihren Vater, einen Professor an der Columbia University, geschickt hatte. Der Angeklagte gestand darin, dass er sich, sobald er ihre Stimme gehört hatte in sie verliebte.

„Ich stelle mir vor, wie wir beide vor langer Zeit zusammen in einer Höhle lebten, und ich stelle mir uns beide in einbalsamiertem Zustand vor“, zitierte sie aus der Email. „Das Einzige, was mich davon abhält, mich in einem Fluss zu ertränken, ist deine Stimme, und die Stimme deines Vaters.“

 

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